Körpereiweiß speichert große Datenmengen
Proteinschicht erhöht Speicherkapazität von Festplatten

Ein gewöhnliches Körper-Protein wird zum Rohmaterial für magnetische Datenspeicher. Das Material könnte die Kapazität der Festplatten um das Hundertfache vergrößern.

wsa HAMBURG. Ein gewöhnliches Körper-Protein wird zum Rohmaterial für magnetische Datenspeicher. Das Eiweiß Apoferritin, das im Körper den Eisenvorrat hortet, entsteht in der Leber als hohle Röhre mit einem Durchmesser von nur zwölf Nanometern. Forscher der britischen Firma Nanomagnetics tauschen das Eisen im Hohlraum des Eiweißes durch eine magnetische Kobalt-Platin-Legierung aus. Auf eine Oberfläche aufgesprüht und erhitzt, verändern die Partikel ihre Kristallstruktur und ordnen sich in einer dicht gepackten, nur ein Molekül hohen Schicht an.

Diese neu gefüllten Proteinhüllen nennt die Firma "Dataink". Das Material könnte die Kapazität der Festplatten um das Hundertfache vergrößern, so Eric Mayes, Gründer und Vorstand von Nanomagnetics gegenüber der Zeitschrift "New Scientist".

Noch ist das Material in der Entwicklung. Eine Herausforderung besteht darin, die einzelnen magnetischen Partikel korrekt anzuordnen und auszurichten. Mayes geht davon aus, dass mit dem nanomagnetischen Material 5 000 Gigabit pro Quadratzentimeter auf eine Speicherplatte passen. Momentan erreichen herkömmliche Speicher rund 450 Gigabit pro Quadratzentimeter. An den Schreib- und Leseköpfen für solche Speicher arbeitet die Firma derzeit ebenfalls.

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