Körperschaftsteuer liegt in den meisten Kandidatenländern unter 20 Prozent
Steuersätze der Beitrittsstaaten sind nur „halbe Wahrheit“

Die günstigen Körperschaftssteuersätze der Beitrittsländer fallen Investoren besonders ins Auge: Zum 1. Januar 2004 werden sie in sechs der zehn neuen Mitgliedstaaten unter 20 % liegen. Besonders günstig sind sie in Zypern mit 10 %, gefolgt von Litauen und Lettland (jeweils 15 %), Ungarn (18 %) und Polen sowie der Slowakei (jeweils 19 %). In der Slowakei wird bis zum 1. Januar 2004 auch die Einkommensteuer für Privatpersonen einkommensunabhängig auf 19 % fallen. Ungarn und Estland beabsichtigen, die Ertragsteuern in den nächsten Jahren weiter zu senken.

BERLIN. Doch die Höhe der Steuersätze ist nur die "halbe Wahrheit", um steuerliche Rahmenbedingungen der Beitrittsländer beurteilen zu können. Zum einen hat die Abzugsfähigkeit von Aufwendungen ebenfalls erheblichen Einfluss auf das zu versteuernde Einkommen. In Ungarn beispielsweise stellt die örtliche Gewerbesteuer, die neben der Körperschaftsteuer anfällt, effektiv oftmals eine höhere Belastung als die Körperschaftsteuer dar. Während die örtliche Gewerbesteuer nominal zwar lediglich 2 % beträgt, mindern jedoch zahlreiche abzugsfähige Aufwendungen die Bemessungsgrundlage der Körperschaftsteuer.

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Zum anderen bedarf es bei jeder Investition einer individuellen Analyse, um die steueroptimale Investitionsstruktur herauszufiltern. Hierzu gehören beispielsweise die Direktinvestition, die Gründung einer Betriebsstätte im Investitionsland sowie die Möglichkeit, über eine Kapital- oder Personengesellschaft im Zielland zu investieren.

Uwe Stoschek, RA und StB ist Partner bei PwC, Berlin; Matthias Sodenkamp, RA, ist Real-Estate-Experte bei PwC, Berlin

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