Kofi Annan kritisierte israelischen Raketenangriff
Israelische Armee stößt erneut im Gaza-Streifen vor

Über die Stadt Deir el Balah sei eine Ausgangssperre verhängt worden, während Soldaten Häuser durchsuchten, hieß es. Die Soldaten würden sich Gefechte mit bewaffnete Palästinensern liefern. Eine Stellungnahme der Armee gabe es zunächst nicht.

Reuters GAZA-STADT. Die israelische Armee ist in den vergangenen Wochen immer wieder in den Gaza-Streifen vorgerückt, um nach eigenen Angaben gegen Extremisten vorzugehen, die für Anschläge auf jüdische Siedlungen verantwortlich seien. Uno-Generalsekretär Kofi Annan kritisierte einen israelischen Raketenangriff, bei dem am Donnerstag in Gaza-Stadt zwei Palästinenser getötet wurden.

Berichte über Verletzte bei dem Vorstoß am Freitag gab es zunächst nicht. Bei Vorstößen in den vergangenen Wochen hatte die israelische Armee im Gaza-Streifen mutmaßliche Waffenwerkstätten zerstört. Zudem hatten sie mutmaßliche Extremisten festgenommen und deren Häuser abgerissen, um nach eigenen Angaben weitere Anschläge gegen Israel zu verhindern. In dem von den Palästinensern vor zwei Jahren begonnenen Aufstand gegen Israel sind mindestens 1569 Palästinenser und 601 Israelis getötet worden.

Nach dem israelischen Raketenangriff am Donnerstag erklärte Annan, er sei sehr besorgt über die Folgen des Einsatzes. Annan habe Israel aufgerufen, derartige Angriffe zu unterlassen, sagte sein Sprecher Fred Eckhard in New York. Israel müsse sich an internationales Menschenrecht halten, wonach es das Leben von Zivilisten schützen müsse. Der Raketenangriff ereignete sich in einem dicht besiedelten Viertel von Gaza-Stadt. Unter den Verletzten sind Eckhard zufolge mindestens ein Dutzend Kinder.

Bei dem Angriff in dem als Hochburg der radikalen Palästinenserorganisation Hamas geltenden Stadtteil hatte die Armee Raketen auf Autos abgefeuert. Zwei Hamas-Mitglieder wurden getötet und mehr als 25 Menschen verletzt. Der israelische Wissenschaftsminister Matan Vilnai bestätigte am Freitag palästinensische Angaben, wonach der Chef des militärischen Flügels der Hamas, Mohammad Deif, bei dem Angriff nicht getötet worden sei. Deif sei zwar verletzt worden, aber nicht lebensgefährlich, sagte Vilnai im Armeerundfunk. Die Hamas hat sich zu zahlreichen Selbstmordanschlägen in Israel mit Dutzenden Toten bekannt. Sie bestreitet das Existenzrecht Israels und hat die Zerstörung des Staates zu ihrem Ziel erklärt.

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