Kohl wirft SPD vor, das Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes verraten zu haben.
Deutsche Einheit: Schröder weist Kohl-Kritik zurück

Der zehnte Jahrestag der deutschen Einheit ist nach Ansicht des Bundeskanzler ein Grund für Dankbarkeit und Stolz.

dpa BERLIN. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hat die Kritik seines Vorgängers Helmut Kohl (CDU) an der Rolle der Sozialdemokraten bei der Wiedervereinigung zurückgewiesen. "Wozu sich der Jahrestag der deutschen Einheit hingegen überhaupt nicht eignet, ist der Versuch, das großartige Ereignis der unblutigen Revolution in Ostdeutschland parteipolitisch auszubeuten", sagte Schröder am Freitag in einer Regierungserklärung zur deutschen Einheit im Bundestag in Berlin.

Diejenigen, die damals in Ost- und Westdeutschland politische Verantwortung trugen, seien ihren Verpflichtungen sehr gut gerecht geworden. Schröder würdigte vor allem den Beitrag des damaligen sowjetischen Staatspräsidenten Michail Gorbatschow.

Kohl hatte am Mittwoch bei einer Veranstaltung zum zehnten Jahrestag der Vereinigung der SPD und namentlich auch dem früheren Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und heutigem Bundespräsidenten Johannes Rau vorgeworfen, das Wiedervereinigungsgebot des Grundgesetzes verraten zu haben.

Der zehnte Jahrestag der deutschen Einheit ist nach Ansicht von Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ein Grund für Dankbarkeit und Stolz. In einer Regierungserklärung sagte Schröder am Freitagmorgen im Bundestag in Berlin, Deutschland habe seinen politischen Rang in der Mitte Europas einnehmen und festigen können.

Auf Schröder werden CDU-Chefin Angela Merkel und der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) antworten. Es wird erwartet, dass es in der Debatte zu einer Kontroverse zwischen den Regierungsparteien und der Union kommen wird.

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