Kohlhaussen: Aufwärtstrend wird anhalten
Gefahr einer feindlichen Commerzbank-Übernahme „sehr groß“

Die Commerzbank könnte nach Ansicht ihres Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Kohlhaussen die Selbstständigkeit verlieren. Die Gefahr einer feindlichen Übernahme sei "sehr groß", sagte Kohlhaussen der "Welt am Sonntag". Der aktuelle Börsenkurs von weniger als neun Euro sei "höchst unbefriedigend".

HB/dpa HAMBURG. Eine Übernahme sei noch wahrscheinlicher als im vergangenen Oktober, als die Commerzbank-Aktie bei nur knapp über fünf Euro notierte. Damals habe niemand geglaubt, dass die Bank die schnelle Rückkehr in die Gewinnzone schaffen werde. "Weil der Aktienkurs diese Entwicklung noch nicht ausreichend widerspiegelt, laufen wir Gefahr, am Markt Übernahmefantasien zu wecken", sagte Kohlhaussen.

Die Commerzbank hatte vergangenen Mittwoch einen Vorsteuergewinn für das erste Quartal gemeldet und damit die Märkte überrascht. "Ich bin zuversichtlich, dass der Aufwärtstrend auch in Zukunft weiter anhält", sagte Kohlhaussen. Auch die Beteiligungen trügen zu einem weiteren Aufschwung bei. "Wir haben, anders als andere Banken, den Großteil unserer Unternehmensbeteiligungen behalten und profitieren deshalb stärker als andere Häuser von steigenden Börsen."

Ein mögliches Zusammengehen mit der Hypovereinsbank liege auf Eis. "Gegenwärtig werden keine Gespräche mit der Hypovereinsbank geführt", sagte Kohlhaussen. Dass sich daran durch den Führungswechsel beim Commerzbank-Großaktionär Münchener Rück etwas ändere, glaubt Kohlhaussen nicht. "Es gibt derzeit keine Anzeichen dafür".

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