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Kolumbien: Rebellen lassen deutsche Geiseln frei

Nach fast drei Monaten in der Gewalt kolumbianischer FARC-Rebellen sind die Deutschen Ulrich Künzel (57) und Reiner Bruchmann (56) freigelassen worden. Die linken Guerilleros übergaben die Niedersachsen am Freitag (Ortszeit) in einem kleinen Bergdorf im Südwesten des Landes Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK).

dpa BOGOTA/BERLIN. Bei der Aktion in der Provinz Cauca waren auch Vertreter der deutschen Botschaft sowie Korrespondenten der Deutschen Presse- Agentur (dpa) und der "Frankfurter Rundschau" anwesend.

Künzel und Bruchmann äußerten sich sehr erleichtert über ihre wiedergewonnene Freiheit. "Wie ich mich auf ein gutes Pils, eine ordentliche Zigarre und die Bundesliga freue", sagte Künzel unmittelbar nach seiner Freilassung. "Das schlimmste ist, dass man so viel Zeit hat, diese Monotonie. Man kann ja nicht immer nur Rechenaufgaben im Kopf lösen", berichtete der Mann mit langer Kolumbien-Erfahrung.

"Aber meine Liebe für dieses Land ist so groß, dass sich das auch durch diese Entführung nicht ändert", fügte ein sichtlich glücklicher Künzel nach seiner Rückkehr nach Bogota hinzu.

Zusammen mit seinem jüngeren Bruder Thomas und Bruchmann war der Entwicklungshelfer am 18. Juli in dem Ort Silvia in der Provinz Cauca verschleppt worden. Thomas hatte zwischenzeitlich unter abenteuerlichen Umständen fliehen können und kehrte nach Deutschland zurück. "Wir haben ihm die Daumen gedrückt, dass es gut geht und er nicht irgendwo in eine Schießerei gerät", erinnert sich Bruchmann. Später hätten sie die gute Nachricht über die erfolgreiche Flucht im Radio gehört.

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