Kolumne
Börse bleibt auf der Ölspur

Weitet sich der neue Nahost-Konflikt zu einem Flächenbrand aus? Die ohnedies stark verunsicherten Finanzmärkte werden wieder einmal von weltpolitischen Krisen zusätzlich belastet. Dies ist ein Grund für die Schwäche der Aktienkurse. Aber schon vorher erreichten die Inflations- und Zinssorgen ein Maß, das die Börsen beeindrucken musste: Es geht auch hier eben um das Maß der Dinge.

Denn viele Monate lang hatten steigende Ölpreise und Leitzinsanhebungen die Anleger kaum – höchstens kurzfristig – beeindrucken können. Das hat sich jetzt geändert: Blieben früher die meisten Wirtschaftsexperten in ihren Wachstumsprognosen trotz der Ölverteuerung zuversichtlich, so nehmen die Konjunktursorgen jetzt mit jedem Tag zu.

Der Börse droht ein gefährliches Öl-Inflations-Zins-Syndrom, denn alle drei Elemente können nachhaltig stärker steigen als bisher vermutet wurde. Die Geschichte lehrt zwar, dass langfristige Anleger belohnt werden, wenn sie bei Kanonendonner Aktien kaufen.

Das kann ich jetzt aber nur den ganz Mutigen empfehlen, denn weitere empfindliche Kursrückschläge sind nicht auszuschließen. Die Kauf-Tage werden aber wieder kommen. Hasardeure hingegen könnten sogar ein Spielchen gegen den Markt wagen: Der Nahost-Konflikt wird demnächst politisch gelöst, der Ölpreis sinkt daraufhin um gut 20%, der Dax erholt sich um 10% - schön wär’s!

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%