Kolumne
Deutsche Börse nicht im Abseits

Bleiben wir in der Sprache des Fußballs, denn die beherrscht ja diese Tage: Gerät die Deutsche Börse AG ins Abseits und scheidet bereits in der Vorrunde der internationalen Fusionsmeisterschaft aus?

Kann sich der neue Börsencoach Reto Francioni, der unter der falschen Strategie seines Vorgängers leidet, noch steigern? Die Schlagzeilen vermitteln dem Zuschauer mitunter den Eindruck, als ginge es um die Existenz. Selbst die hohe Politik hat vom Spielfeldrand eingegriffen und aufgeregt eine Europa-Liga anstelle eines französisch-amerikanischen Schulterschlusses gefordert. Die beiden europäischen Tabellenführer Frankfurt und Paris stehen unter Dauerstress. Ein Sieg der Amerikaner ist aber nicht mehr sicher. Neben höchstrangigen Offiziellen verstärken mittlerweile auch Arbeitnehmer und Aktionäre die Abwehr. Europa soll der Gewinner heißen.

Ich möchte nur einen Aspekt herausstellen: die Globalisierung. Wie auch immer das Endergebnis aussehen mag, Europa im Allgemeinen und sein Börsenwesen im Besonderen stehen nicht auf dem Spiel. Wir sind von einem gemeinsamen europäi-schen Kapitalmarkt ohnedies noch weit entfernt. Wer sich so aufstellt, dass er Produkte und Dienstleistun-gen international verkaufen kann, darf sich auch auf diesem Markt nicht gegen interkontinentale Beteiligungen der Unternehmen sträuben. Und wenn ein Börsentreiber selbst börsennotiert wird, dann kann er erst recht zum Objekt der Beteiligungsbegierde werden. Die Deutsche Börse AG ist so oder so in einer internationalen Spitzenposition und wird im Wettbewerb bleiben – während unsere Kicker vielleicht nur drei Spiele absolvieren müssen ...

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