Kolumne
Die Börse ist keine Einbahnstraße

Ist die Schwäche schon wieder überwunden? Nichts Genaues weiß man nicht. Die Fachwelt diskutiert weiter über die Börsenperspektiven.

Und während die einen wieder Mut machen und Rückkäufe empfehlen, warnen andere vor der Gefahr erneuter Kursrückschläge. Zugleich gerät der Primärmarkt in ein kritisches Licht, denn zahlreiche Unternehmen sind auf dem Weg zur Börse – nicht nur hierzulande – und müssen bei nachhaltig sinkenden Kursen um den Emissionserfolg bangen.

Was in dieser brisanten Phase beim Blick in die Medien auch auffällt, ist – wieder einmal – die Suche nach Schuldigen: Wer ist eigentlich für das abrupte Ende des Aufwärtstrends verantwortlich? Hätten die Privatanleger nicht rechtzeitig vor drohenden Verlusten gewarnt werden müssen?

So banal es auch klingen mag: Ich möchte einfach daran erinnern, dass die Börse keine Einbahnstraße ist! Je länger ein Trend anhält, um so eher gewöhnt sich gerade ein längerfristig orientierter Anleger – im Gegensatz zum täglich handelnden Trader – an diese Bewegung, lässt sich von einem Trendwechsel also leicht überraschen.

Aber: Die Aktie gehört nun einmal zur Gattung „Risikokapital“. Und jeder Aktienkäufer sollte die spezifischen Risiken dieser Anlageform sowie die dazu gehörenden Marktrisiken kennen! Die Entwicklung der vergangenen Wochen bestätigt eindrucksvoll, dass es vor allem ums Verkaufen geht, damit der Anleger seine Verluste begrenzt. Flapsig formuliert: Kaufen kann jeder, das ist einfach, aber das konsequente Verkaufen fällt den meisten sooo schwer – das muss gelernt werden.

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