Kolumne: Die Finanzprofis
Die Privatanleger kehren zurück

Wer nicht da war, hat etwas verpasst: Die „Invest 2006“ hat alle Erwartungen, ja selbst kühne Hoffnungen übertroffen. Über 14 000 Besucher, etwa ein Drittel mehr als im Vorjahr, pilgerten von Freitag bis Sonntag zum Stuttgarter Killesberg.

Ja, es wurden auch wieder Tausende bunter Tragetüten mit Prospekten und Broschüren gefüllt, wurden ungezählte Kugelschreiber und andere Giveaways gesammelt. Deutschlands größte Anlegermesse erlebte in erster Linie aber ein höchst interessiertes und wieder anlagebereites Publikum. Angesichts des lebhaften Betriebs fühlte sich mancher der durchweg sehr zufriedenen Aussteller an die Hoch-Zeiten des Börsenhypes 1999/2000 erinnert. Aber nur Spötter warnten, die Rückkehr der privaten Anleger könnte auch als Signal für das Ende der nun schon dreijährigen Erholung gedeutet werden.

Hoch-Stimmung in der Messehalle, ja, aber keine Euphorie für die Märkte, sondern eine sehr gemischte Stimmung unter den angereisten Börsenexperten. Denn in den zahlreichen Vortrags- und Diskussions-veranstaltungen klangen immer wieder vorsichtige bis skeptische Töne durch, selbst bei den ewigen Optimisten.

Die „Invest“ war in diesem Jahr also keine „Bullenwiese“ – internationale Risikostreuung unter Berücksichtigung asiatischer Märkte und Rohstoffe waren angesagte Themen. Eine typische Empfehlung für vorsichtige Investoren: Den Aktienanteil – Schwerpunkt sollte Europa bleiben – reduzieren (etwa auf 30 bis 40 Prozent) und dafür kurz laufende Rentenwerte bzw. entsprechende Fonds oder Zertifikate ins Depot nehmen. Auch Öl und andere Anlagen im Energiesektor bleiben ein interessantes Thema.

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