Kolumne: Die fünf Weisen
Mitarbeiter an der lange Leine

Mitarbeiter zum selbstständigen Denken zu erziehen, kann in der Theorie ganz einfach sein. Der Schlüssel ist der Führungsstil. Denn jeder Chef hat eigentlich die Mitarbeiter, die er verdient.

Mitarbeiter zum selbstständigen Denken zu erziehen, kann in der Theorie ganz einfach sein. Der Schlüssel ist der Führungsstil. Denn jeder Chef hat eigentlich die Mitarbeiter, die er verdient: Wer bereitwillig jedes noch so kleine Problem löst, das Mitarbeiter vortragen, erzieht sie dazu, unselbstständig zu denken und zu handeln.

Die sprichwörtliche lange Leine, der Führungsstil des Laissez-faire, ist wohl auch nur in der grauen Theorie das probate Mittel. Wie so oft liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen und ist abhängig von der Unternehmenskultur und den Menschen in der Organisation. Nur - und das ist die Führungsaufgabe - der Vorgesetzte selbst muss diese für ihn und seine Situation passende Wahrheit finden.

Einen Führungsstil zu entwickeln, gelingt nicht aus dem Stegreif, sondern ist ein Prozess in vielen Schritten. Ein wesentlicher Faktor ist der Führungsstil, den der Vorgesetzte selbst als Mitarbeiter kennen gelernt hat. Dieser dient als Vorbild für das spätere eigene Führungsverhalten, wobei in der Regel versucht wird, die positiven Eigenheiten zu übernehmen. Für die negativen Aspekte bestehen dagegen häufig aber keine Ansätze, wie sie verbessert werden könnten.

Der eigene Führungsstil wird daher im Wesentlichen durch Ausprobieren und anschließende Analyse der Reaktion der Mitarbeiter entwickelt. Dabei kommt es oft zu Selbstzweifeln: Die Betreffenden haben Angst vor der Nichtanerkennung durch die eigenen Mitarbeiter, die Kollegen, den Vorgesetzten sowie davor, Fehler zu machen. Hierdurch neigen viele Führungskräfte dazu, sich in Details zu verlieren und Sachbearbeiteraufgaben selbst zu übernehmen.

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