Kolumne: Die fünf Weisen
... und raus bist Du!

Für Bewerber gilt bei der Gehaltsfrage: Ehrlich währt am längsten. Denn wenn rauskommt, dass sie bei den Angaben über ihr bisheriges Einkommen übertrieben haben – und in aller Regel tut es das – nimmt Ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig Schaden.

Die Frage nach den Gehaltsvorstellungen wird von Bewerbern meist nicht wirklich geliebt. Dennoch ist es keine Lösung, wenn Sie gegenüber dem Personalberater keine Angaben zum aktuellen Einkommen machen. Ihre Leistungen haben einen Wert und dieser drückt sich in der Vergütung aus. Erfahrene Berater kennen sich ohnehin so gut aus, dass sie ein Jahreseinkommen treffend taxieren können. Und auch die Kunden des Beratungsunternehmens erwarten eine klare Aussage.

Ein Beispiel: Bei Ihrem Arbeitgeberwechsel, der sich jetzt abzeichnet, hat ein Personalberater das Auswahlverfahren begleitet. Im ersten Gespräch, als noch niemand vom suchenden Unternehmen dabei war, nannten Sie dem Berater offen Ihr gegenwärtiges Einkommen. Als Sie später einem Freund davon erzählten, meinte der nur, dass Sie wie immer zu bescheiden gewesen seien. So angestachelt, legen Sie beim ersten Gespräch mit dem Personalleiter des potenziellen Arbeitgebers noch einmal nach und geben zehn Prozent mehr an. Damit haben Sie dem Berater einen schlechten Dienst erwiesen, denn seine Unterlagen enthalten nun eine "falsche Information". Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie wenige Tage später die Absage erhalten.

Es wäre auch nicht viel besser ausgegangen, wenn Sie von vornherein bei Ihrem gegenwärtigen Einkommen satt übertrieben hätten, um so eine bessere Ausgangssituation für eine als angemessen empfundene Steigerung von wiederum zehn oder fünfzehn Prozent zu schaffen. Wenn so etwas heraus kommt - und in aller Regel tut es das - nimmt Ihre Glaubwürdigkeit nachhaltig Schaden. Meine Beratererfahrung ist: Ehrlich währt am längsten!

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