Kolumne
Die Gefahren des Herdentriebs

Der Ausverkauf geht weiter – ob an den Börsen von New York, Tokio und Frankfurt, oder den lange haussierenden Märkten der Schwellenländer oder ob bei den zuvor glänzenden Rohstoffen. Ist damit die Schönwetterperiode für Kapitalanleger zu Ende?

Es sieht so aus. Zwar sind die Analysten jetzt nicht nur schwach gestimmt, die Prognosen bleiben also durchaus unterschiedlich. Fürs erste sieht es aber trübe aus, denn Trends sind gebrochen, so dass insbesondere die Chartisten vor weiteren Kursrückgängen warnen. Als Hauptgrund können sie jetzt immer wieder von den von Amerika ausgehenden Inflations- und Zinssorgen hören und lesen. Die belasten deshalb gerade jetzt, weil zusätzlich – auch in Amerika – eine Abschwächung des Wirtschaftswachstums befürchtet wird.

Noch wichtiger als die ständige Suche nach den Ursachen und ihren Wirkungen ist aber wieder einmal festzustellen, welch enorme Eigendynamik Finanzmärkte entwickeln können: Früher haben Börsianer gesagt, die „Hausse nährt die Hausse“ bzw. „die Baisse nährt die Baisse“. Das ist auch jetzt so. Viele potente Investoren bauen massiv ihre Bestände ab, weil die Börsen zur Schwäche neigen – und verstärken damit die Talfahrt.

Deshalb auch der Spruch „The trend is your friend“. Herdentrieb. Erfahrungsgemäß kommt es dann zu mehr oder weniger großen Übertreibungen und es dauert einige Zeit, bis sich die Kurse einpendeln können. Gott sei Dank, dass Sie rechtzeitig verkauft haben, um Ihre Verluste zu begrenzen. Kaufen Sie jetzt nicht in den fallenden Trend hinein, es sei denn, sie nähmen das Geld hierfür aus dem Spekulationstopf!

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