Kolumne: Kutzers Corner
Nicht leichtsinnig werden

Wenn die Kurse steigen, steigt auch die Risikobereitschaft der Anleger. Das ist natürlich und gut so. Schließlich signalisieren Aufwärtstrends ja wachsende Zuversicht der Marktteilnehmer in die Entwicklung der gehandelten Produkte (Aktien, Anleihen, Rohstoffe, Währungen etc.). Und wer es versteht, (langfristige) Trends zu erkennen und ihnen zu folgen, wird an den Trends auch teilhaben.

Mehr Mut ist schon seit einiger Zeit angesagt – gleichzeitig aber auch ein hohes Maß an Flexibilität. Zwar bewegt sich die Volatilität des deutschen Aktienmarkts noch immer auf einem ziemlich niedrigen Niveau – entgegen vielen Vorhersagen. Doch mangelt es nicht an positiven wie negativen Überraschungen, an Favoritenwechseln sowie Titeln, die einfach (noch) nicht in die Gänge kommen wollen. Auch dürfen die Risikofaktoren für die Börse nicht aus dem Auge gelassen werden, selbst wenn sie gerade nicht akut sind.

Bedenklich erscheint mit eine Haltung, die nicht nur auf erhöhte Risikobereitschaft hindeutet, sondern zudem erste Ansätze der Gier enthält. Der Kreis der Investoren, die sich nicht nur mit Kapitalgarantien plus bescheidenen, dafür aber sicheren Wertsteigerungen begnügen wollen, wächst wieder erkennbar. Das haben mir entsprechende Umfragen und Gespräche gezeigt. 6 bis 7 Prozent p.a. über Jahre hinweg sicher? Nein, das wäre zahlreichen Privatanlegern nicht mehr genug. Zweistellig sollte es, wenn möglich, schon sein.

Nun, gegen zunehmendes Interesse an höheren Renditen ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Performance-Jäger sollten sich dabei stets der höheren Gefahren bewusst sein. Also: Mutig sein, aber nicht übermütig (= leichtsinnig) werden! Ich empfehle deshalb wieder einmal mein „S – A – S – Prinzip“, das verkürzt besagt, die Strategien des Sparens, Anlegens und Spekulierens differenziert durchzuführen und auf den Konten grundsätzlich zu trennen, um Überblick und Disziplin zu behalten.

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