Kolumne
Wenn Analysten die Anleger verwirren

Wer und was bewegt eigentlich die Kurse? Diese Frage kann man sich fast täglich aufs Neue stellen. Denn selbst alte Börsenhasen wundern sich immer wieder über Reaktionen des Marktes auf neue Nachrichten.

Warum ist das bemerkenswert? Nun, Sie, die privaten Anleger, sollen sich ja eine Meinung bilden, sollen die Börsenstimmung ergründen und Unternehmenskennzahlen verfolgen, um Anlageentscheidungen treffen zu können. Leider wird aus Information mitunter Konfusion.

Beispiel Deutsche Bank heute Vormittag: Da meldet der Marktführer zunächst einen weiteren großen Gewinnsprung, gibt sich sonst aber eher vorsichtig. Fortgeschrittene Anleger wissen längst, dass es gar nicht so sehr darauf ankommt, ob die Zahlen tatsächlich gut oder schlecht sind. Wichtiger ist nämlich, ob sie den Analysten gefallen, ob sie so erwartet wurden oder eine Überraschung darstellen.

Spätestens jetzt wird’s problematisch, denn: Nach wem sollte man sich richten? Wer heute die Bildschirme der Nachrichtenagenturen beobachtet, dem wird einiges geboten: Bullen und Bären streiten sich lebhaft, welche Aussage des Quartalsberichts kursrelevant sei.

Das führt dazu, dass manche Analysten die Deutsche Bank als „Outperformer“ bestätigen, andere als „Underperformer“. Und dann ist auch zu lesen: „Der Markt sieht die Zahlen offensichtlich negativer als die Analysten.“ Aus all dem kann sich der Außenstehende wirklich keinen Reim machen. Mein einfachster Rat: Wenn Sie selbst nicht überzeugt sind von einer Aktie und ihrem Kurssteigerungspotenzial – lassen Sie Hände weg!

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