Kolumne
Wird der Bankkunde jetzt König?

„Der Branchenprimus stärkt mit der Übernahme der Berliner Bank sein Privatkundengeschäft“ – so und ähnlich überschreibt die Wirtschaftspresse heute den jüngsten Deal der Deutschen Bank. Das Thema ist nicht ganz neu, denn die deutsche Kreditwirtschaft insgesamt hat den privaten Kunden spätestens im vergangenen Jahr wieder entdeckt. Jenen zu Gunsten der institutionellen Großanleger vernachlässigten Kunden, der meistens einen Haufen Arbeit macht – so jedenfalls die frühere Lesart arroganter Banker –, aber nur wenig bringt. Das wird inzwischen nicht mehr so gesehen: Alle möglichen Institute verkünden schon seit Monaten, dass der Privatkunde für sie wieder stark an Bedeutung gewinne oder künftig sogar höchste Priorität genieße. Entsprechende Untersuchungen der Marktforscher bestätigen diesen Trend. Brechen für Sie jetzt goldene Zeiten an?

„Der Kunde ist König“, sagt ein uralter Grundsatz der Kaufleute. Ob der Privatkunde von den Kreditinstitu-ten tatsächlich „königlich“ behandelt wird, sollten Sie selbst genau beobachten und diesen Status gegebenenfalls einfordern. Dazu gehört beispielsweise die Bereitschaft, über Konditionen zu sprechen. Auch dürfen Electronic und Telefon-Banking, Zweigstellenkonzentration und Personalabbau nicht dazu führen, dass die persönliche Beratung, wenn sie gewünscht wird, zu kurz kommt. Banken stehen in einem harten Wettbewerb. Das sollte den Kunden zugute kommen. Deshalb: Fordern Sie Ihre Bank mehr denn je! Und seien Sie nicht zu bequem, wenn Sie sich über schlechten Service wiederholt ärgern müssen, ein paar Schritte weiter zu gehen – zur Konkurrenz!

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