Komfort der Luxusklasse genießen auch die Zuschauer
Mit Häppchen vor dem Monitor

Das erste Formel-1-Rennen in Bahrain ist vor allem ein Event für die Oberschicht.

MANAMA. Beige in allen Schattierungen, Gelb mit leichten Einsprengseln von Elfenbein, Sand, Steine und in der Ferne im Dunst einige imposante Felsformationen - das ist die Umgebung des ersten Formel-1-Rennens in der Wüste. Es gibt nicht viel, woran sich das Auge festhalten könnte. Doch wenn man den zahlreichen Schildern folgt und das große Eingangstor passiert, erhebt sich auf einmal eine neue Welt: eine kleine Stadt mit einer Oase in ihrem Zentrum, meterhohe Palmen, Blumenbeete zwischen Bauwerken, die in ihren Farbtönen und in ihrem Stil die westliche Moderne mit der Klassik des Orients verbinden. Zwar ist diese kleine Stadt der Wüstenumgebung angepasst, aber hinter dunkel verspiegelten Glasfenstern verbirgen sich Komfort und Modernität: Das Fahrerlager der neuen Grand Prix-Rennstrecke von Bahrain.

"Wir haben vier große, vollklimatisierte Räume für das Team, alles perfekt ausgestattet, einfach toll", sagt Ralf Schumacher, "ich fühle mich hier sehr wohl. Auf manchen älteren, europäischen Strecken ist es inzwischen ziemlich eng geworden, weil die Formel 1 eben so stark gewachsen ist und die Strecken durch die lokalen Gegebenheiten natürlich nicht mitwachsen können." Komfort der Luxusklasse genießen auch die Zuschauer. Der Große Preis von Bahrain ist nicht für durchschnittliche Formel-1-Rennfans gemacht, sondern ein Ereignis der feinen Gesellschaft. Das Hauptaugenmerk liegt darauf, den VIPs optimale Bedingungen zu bieten. 50 000 Tribünenplätze sind für eine Anlage dieser Größe und Konzeption sehr wenig.

Die meisten Tribünen sind in der Nähe des Start-Zielbereichs angeordnet, viele entlang von Geraden - für echte Rennfans normalerweise nicht gerade die interessantesten Plätze. Aber sie sind eben zentral gelegen und bequem zu erreichen. An einigen der interessantesten Kurvenkombinationen im Mittelteil der Strecke gibt es dagegen überhaupt keine Zuschauerplätze - die werden nur im Fernsehen zu sehen sein. Und für die Fans an der Strecke höchstens auf den großen Videowänden.

Formel 1 im Mittleren Osten, das ist eine Show für die Elite, für die Oberschicht, für jene, die sich im vollklimatisierten, achtstöckigen VIP-Turm am Ende des Fahrerlagers mit feinen Häppchen vor großen Bildschirmen verwöhnen lassen dürfen und dabei aus den oberen Stockwerken auch noch Rundumblick auf die Strecke genießen. Mit vorbeihuschenden Autos im Miniaturformat.

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