Kommandos Spezialkräfte (KSK) könnte helfen
Deutsche und französische Soldaten bei erstem Angriff nicht beteiligt

In welchem Ausmaß die Bundeswehr in den kommenden Tagen etwa logistische Hilfe leiste, sei noch nicht abzusehen. Frankreich kündigte an, sich schon bald ebenfalls an den Militärschlägen zu beteiligen.

HB BERLIN. Deutsche Soldaten waren bei den ersten Angriffen der Amerikaner und Briten auf die Taliban in Afghanistan nicht beteiligt. Das wurde am Sonntagabend aus deutschen Geheimdiensten in Berlin bestätigt. In welchem Ausmaß in den nächsten Tagen die Bundeswehr beispielsweise den US- und britischen Truppen logistische Hilfe leisten werde, zeichne sich noch nicht genau ab.

Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) hatte den USA und Großbritannien immer wieder die uneingeschränkte Solidarität Deutschlands auch auf militärischem Gebiet zugesagt. Es wurde vermutet, dass vielleicht Soldaten des Kommandos Spezialkräfte (KSK), der Elitetruppe der Bundeswehr beim Vorgehen gegen die Taliban helfen könnten.

Auch Frankreich an Militärschlag nicht beteiligt

Auch Franbkreich war an den Angriffen auf Afghanistan nicht beteiligt. Verteidigungsminister Alain Richard sagte am Sonntag im Privatfernsehsender LCI, die französischen Streitkräfte seien bei dieser Aktion "im Moment nicht aktiv". Frankreich werde sich aber schon bald an den Militärschlägen beteiligen. Dies sei dies nur eine Frage von Tagen. Die Eingreifkapazität Frankreichs sei mit der Großbritanniens vergleichbar.

Es handele sich um Angriffe unter US-Führung aus der Luft. Das Bestreben der USA sei nicht, ganz Afghanistan durch Bodentruppen zu besetzen.

Staatspräsident Jacques Chirac wurde nach Angaben seiner Sprecherin Catherine Colonna um 17.30 Uhr von US-Präsident George W. Bush über den bevorstehenden Beginn der Militärschläge informiert. Chirac beriet mit Premierminister Lionel Jospin, Verteidigungsminister Richard und Außenminister Hubert Védrine. Am späteren Abend wollte Chirac sich in einer Fernsehansprache an die Franzosen wenden.

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