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Kommentar: Alles nur ein Missverständniss?

"Dynamisch", das war die Lieblingsvokabel von Ron Sommer am heutigen Tage der Hauptversammlung. Dynamisch soll sein Unternehmen an die Weltspitze im Mobilfunk marschieren, das Internet erobern, Festnetz- und Systemgeschäft ausbauen.

Dynamisch hatte die Telekom im vergangenen Jahr um die UMTS-Lizenzen mitgepokert und den Schritt auf den US-Markt angekündigt. Dynamisch entwickelten sich kurze Zeit später auch die Aktienmärkte und rissen auch das Telekompapier mit in die Tiefe.

Die Dynamik bestimmt also das Geschäft in der Branche und verlangt beinahe täglich neue Konzepte und Strategien. In seiner Rede vor den Aktionären war von diesen neuen Strategien nicht viel zu hören. Sommer beschwörte geradezu die Erfolge der Vergangenheit, ohne auf die Altlasten näher einzugehen.

Der schwache Aktienkurs sei ein Missverständnis, nimmt man Ron Sommer beim Wort. Die Börsianer und die Umwelt hätten einfach noch nicht verstanden, wie gut die Telekom wirklich ist. Konsequenterweise geht der Konzern erneut auf eine "Roadshow", wie die Werbeveranstaltungen für Aktien heute genannt werden.

Doch so einfach funktioniert die Börse nicht. Denn am Schluss bestimmen die Kunden mit ihrer Entscheidung für Produkte und Dienstleistungen ob aus der geprügelten Telekom-Volksaktie wieder ein Erfolgsmodell wird. Die Investoren springen erst wieder auf, wenn das Geschäft läuft.

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