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Kommentar: Bewahrt uns vor der Schlammschlacht!

Die SPD versinkt immer tiefer im Kölner Spendensumpf - und die Klüngel-Korruption hat das Zeug, sich zu einer der größten Affären der Republik zu entwickeln.

Bislang macht die Union keine Anstalten, den rheinischen Parteispendenskandal zum Wahlkampfthema zu machen. Wie auch? Die Kritiker der Elche wären schließlich selber welche! Noch hat der Wähler nicht vergessen, dass vor dem roten Bimbes der schwarze Bimbes für Schlagzeilen gesorgt hat. Der Versuch, die täglich neuen Schmiergeld-Enthüllungen zur Wahlkampf-Munition zu machen, würde Kanzlerkandidat Stoiber keine Wähler-Stimme mehr bringen. Im Gegenteil: Mit einer Schlammschlacht erzeugt die Union keine Wechselstimmung, sondern nur Polit-Frust. Am Ende wenden sich die Bürger ganz von der Politik ab - mit schädlichen Folgen für die Demokratie.

Die Wahlkampf-Manager der Union tun deswegen gut daran, die rot-grüne Koalition auf anderem Terrain anzugreifen. Der von Kanzler Schröder enttäuschte Wähler will ein plausibles Programm sehen, wie Deutschlands Wachstumsdefizit schnell und dauerhaft beseitigt werden kann. Diese chronische Schwäche beim Wirtschaftswachstum hat unser Land hinter viele internationale Wettbewerber zurückfallen lassen. Das ist auch der eigentliche Grund für die hohe Arbeitslosigkeit und die zurückgehende Innovationsfähigkeit.

Wer überzeugende Antworten auf diese grundlegende Fragen hat, kann beim Wähler punkten. Dann werden die Bürger auch wieder den Glauben zurückgewinnen, dass unsere Politiker mehr können, als sich Schmiergeld in die Taschen zu stopfen.

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