Kommentar: Das richtige Zeichen setzen

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Kommentar: Das richtige Zeichen setzen

Die Rufe nach einem Rücktritt Bernhard Jagodas, Präsident der Bundesanstalt für Arbeit, werden immer lauter. Wolfgang Clement distanzierte sich heute von Jagoda und forderte von ihm, "zum richtigen Zeitpunkt das richtige Zeichen zu setzen". Richtig und ehrenvoll wäre das, auch wenn die unglaublichen Geschehnisse um angebliche Stellenvermittlungen unter dem Deckmäntelchen "einer Affäre" schön gefärbt werden. Wer räumt seinen Stuhl schon freiwillig wegen einer "Affäre" - sei sie auch noch so schwerwiegend? Jagoda harrt lieber der Dinge, die da kommen.

Um Jagoda entlassen zu können, müsse schon ein "Dienstvergehen" vorliegen. Das ist aber laut Arbeitsministerium angeblich nicht der Fall. Das ist Wortklauberei und mehr als skandalös. Jeder Arbeitnehmer, der den vielzitierten goldenen Löffel stiehlt, hat die Konsequenzen zu tragen. Die Verhältnismäßigkeit ist im Fall Jagoda offenbar völlig verloren gegangen.

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