Kommentar
Deutsches Wachstum: Kein Grund zur Bange

Das Wachstum der deutschen Wirtschaft von 3,1 Prozent im vergangenen Jahr, das der Handelsblatt-Frühindikator punktgenau prognostiziert hat, beeindruckt. Berücksichtigt man die geringere Zahl von Arbeitstagen, ist das Bruttoinlandsprodukt real sogar um 3,3 Prozent gestiegen. Beide Werte sind die besten Ergebnisse seit der Wachstumsberechnung für das wiedervereinte Deutschland im Jahr 1992. Vor 2001 braucht den Bürgern nicht bange zu sein, auch wenn neue Rekordwerte nicht eingefahren werden und das Wachstum erneut geringer ist als in den meisten anderen Länder der Euro- Zone. Die Konjunkturdynamik hat seit vergangenem Sommer zwar nachgelassen, die Gesamtwirtschaft nimmt aber noch ein ordentliches Polster aus 2000 mit. Die Wirtschaft wird also schon deshalb weiter wachsen.

Auch wenn Pessimismus nicht angebracht ist und nicht herbeigeredet werden darf, sollten die verschiedenen Risiken nicht unterschätzt werden. Dazu zählen die US-Konjunktur, die Ölpreise, der Euro-Kurs, die neuerdings Irritationen auslösende Wirtschaftspolitik der rot-grünen Bundesregierung und die Ungewissheit, in welchem Umfang die Folgen der BSE-Krise die Verbraucherpreise steigen lassen werden. Politik und Tarifparteien dürfen deshalb nicht nachlassen, die Weichen so zu stellen, dass die deutsche Konjunktur bald wieder Fahrt aufnimmt und das Tempo dann über mehrere Jahre halten kann.

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