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Kommentar: Die B-Aktie

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ätten es die Großbanken zulassen können, dass der Deutschen Börse AG der Gang auf das Parkett missglückt? Wohl kaum, denn sie sind maßgeblich an dem Unternehmen beteiligt. Aus diesem Grund ist der gute Start in den Handel nicht sonderlich überraschend.
Das große Interesse der Investoren wird dennoch die Position des Börsenchefs Werner G. Seifert stärken. Nach dem Scheitern der Fusionsverhandlungen mit der London Stock Exchange zur Superbörse iX im vergangenen Jahr waren Zweifel laut geworden, ob Seifert der richtige Mann mit dem richtigen Konzept an der Spitze sei. Die Antwort auf dem Parkett fiel heute deutlich aus.

Den Rückhalt und die starke Akquisitionswährung für Übernahmen kann Seifert gut gebrauchen, sind doch die Herausforderungen geblieben: Der Markt wartet auf eine Konsolidierung in der Börsenlandschaft, und bei der Ausweitung der elektronischen Handelssysteme auf neue Branchen wie Strom oder Abfallwirtschaft muss die Deutsche Börse noch nachhaltig unter Beweis stellen, dass sie auch auf die Bedürfnisse anderer Marktteilnehmer eingehen kann.
Schließlich wird die Deutsche Börse AG sicher stellen müssen, dass ihre Informationspolitik über jeden Zweifel erhaben ist - auch wenn Privatanleger weder besonders umworben wurden, noch besonders stark zum Zuge gekommen sind. Ein langweiliger Wert ist die B-Aktie also nicht.

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