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Kommentar: gefährliches Abenteuer

Wenn Deutschland seine Soldaten in fremde Länder schickt, dann müssen die verantwortlichen Politiker zuvor staatstragende Phrasen absondern, um ihr Tun zu rechtfertigen. Diese Aufgabe kam heute im Bundestag unter anderem Außenminister Fischer zu. Von der "Verantwortung" sprach er, der sich das "vereinte Deutschland nicht entziehen" könne, vom Frieden, der eine Chance brauche. Am heutigen Tag, an dem der Bundestag Truppen nach Mazedonien entsendet, muss eines noch einmal deutlich gesagt werden: Die Nato lässt sich in Mazedonien auf ein gefährliches Abenteuer ein. Und daran trägt sie selbst Mitschuld. Die UCK wurde vom Westen gehätschelt, damals im Kampf gegen das Reich des Bösen des Slobodan Milosevic - und entpuppte sich dann als Terrortruppe, die in der Disziplin Ethnisches Säubern mit allen anderen Balkan-Kriegsherren gut mithalten kann.

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