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Kommentar: Gnadenlose Unverfrorenheit von Comroad

Wer geglaubt hat, dass mit den abenteuerlichen und unhaltbaren Prognosen etwa einer Infomatec oder einer Metabox der Gipfel der Frechheit erreicht sei, sieht sich getäuscht. Es geht immer noch ein Stück unverfrorener - Comroad zeigt wie. Eine Firma, bei der nicht einmal sicher ist, dass sie überhaupt Kunden hat, bastelt sich ihre Bilanzen mit Millionenumsätzen einfach am heimischen Schreibtisch. Der eigentliche Skandal ist dabei nicht, dass es Menschen mit erheblicher krimineller Energie gibt.

Viel schlimmer wiegt, dass die Scheinbuchungen erst jetzt ans Tageslicht kommen. Liegt doch der Verdacht nahe, dass auch in der Vergangenheit munter getürkt wurde. Dann stünden auch die Wirtschaftsprüfer von KPMG mit am Pranger, die sich zwar zu Jahresanfang bei Comroad zurückzogen, aber die Bilanzen davor testiert hatten. Nun werden auch diese Bücher wieder geöffnet. Wer darin keine Mauscheleien vermutet, scheint ähnlich naiv zu sein wie der neue Vorstandschef, der dafür wirbt, Comroad eine zweite Chance zu geben.

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