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Kommentar: Hoffen auf Super-Mario

ebe DÜSSELDORF.Die Schweizer haben volles Vertrauen zu ihrem "Super-Mario". Wenn der neue Swissair-Chef Mario Corti spricht, dann ist alles gut. Der tief gestürzte Schweizer Luftfahrtkonzern mag derzeit ein halbes Dutzend Baustellen in ganz Europa haben - der neue Präsident wird das schon hinkriegen. Obwohl Corti in einer Pressekonferenz gestern entscheidenden Fragen immer wieder auswich, kam sein Sanierungsplan bei den Investoren an: Die Swissair-Aktie kletterte um mehr als zehn Prozent - gerade so, als wäre das drängendste Problem der Swissair auf einen Schlag gelöst: die 49,5-Prozent-Beteiligung an der belgischen Fluggesellschaft Sabena. Doch zwischen Swissair und Sabena herrscht nicht Friede, sondern allenfalls ein brüchiger Waffenstillstand. Nach wie vor stehen immens hohe Forderungen im Raum. Swissair soll die Beteiligung auf 85 Prozent aufstocken und die 640 Millionen Mark Verlust von 2000 mit tragen. Und der in Aussicht gestellte Milliardenkredit, den Swissair bald benötigen wird, hängt offenbar ebenfalls von einer friedlichen Einigung mit der belgischen Fluggesellschaft ab. Insofern hat sich bei Swissair gestern nur eines geändert: der Aktienkurs. Er drückt Hoffnung aus - die Hoffnung auf "Super-Mario".

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