Kommentar
Kommentar: Geld wird noch billiger

Überrascht hat es am Ende niemanden mehr: Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute, wie von fast allen Experten im Vorfeld erwartet und gefordert, die Leitzinsen um 0,5 Prozentpunkte auf 2,0 Prozent gesenkt.

Selbst Gegner einer lockereren Geldpolitik räumen ein: Schaden kann die Verbilligung des Geldes kaum. Fragt sich nur, ob sie wirklich den Nutzen bringt, den viele erhoffen - die Dämpfung der Euro-Aufwertung und die Stimulierung der lahmenden Konjunktur in Europa. Beides ist deswegen fraglich, weil die Ursachen nicht in der Geldpolitik liegen. Denn wir sind ja in einer Phase an den Rand der Rezession gerückt, als der Euro noch schwach und der Zins bereits auf historischem Tief war.

Sicher ist in dieser wirtschafts- und finanzpolitisch delikaten Situation nur eines: Wer wirklich will, dass die Zinssenkung zu einem konjunkturellen Aufschwung beiträgt, der darf dies keinesfalls durch immer wieder neue Forderungen nach Steuererhöhungen konterkarieren. Und genau dies leistet sich die ökonomische Laienspielschar in Berlin ohne Unterlass. Wenn das so weitergeht, verpufft der Zinseffekt.

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