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Kommentar: Miles and more, more, more

Die Bundestagsverwaltung testet die Bundestagsabgeordneten mit einem Loyality-Check - nicht ganz fair, aber wirksam.

DÜSSELDORF. Miles and more, more, more. Was dem Ron Sommer seine Aktienoptionen sind dem Gysi und Özdemir seine Bonusmeilen. Optionen und Meilen, beides sind Belohnungssysteme mit einem sich selbst verstärkenden Effekt. Die Berechtigten müssen möglichst viel Wirbel veranstalten, um eine möglichst hohe Belohnung zu bekommen.

Doch was die jetzt unter Verdacht stehenden Politiker nicht wussten: Die Bonusprogramme für die fliegenden Volksvertreter sind ein ausgeklügelter Test zur moralischen Integrität und ethischen Unversehrtheit unserer Abgeordneten.

Ausgeheckt hat sich das die Bundestagsverwaltung: "Wollen doch mal sehen, wer ehrlich ist", dachten sich die Beamten und schmiedeten den Plan zum "Loyality-Check". Kern dieser Idee: Der Betrug muss so einfach wie möglich sein. Wer dann trotzdem ohne Eigennutz seine Pflicht im Flieger tut und die Meilen brav abgibt, nur der erhält ein Grünes Licht in der Sicherheitsschleuse.

Das Verfahren ist nicht ganz fair, aber wirksam. Wie bei einem Touristen, der noch einen Schlüssel in der Tasche hat, piept jetzt der Meilen-Alarm in allen Fraktionen.

"Entschuldigung, dürfte ich mal auf Ihr Meilenkonto sehen", meldet sich die Verwaltung und hat wieder mal einen Sieg über die gewählten Volksvertreter errungen.

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