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Kommentar: Möllemann führt Regie

Möllemann führt sie alle vor. Er zieht im Hintergrund die Fäden in der von ihm angezettelten Antisemitismus-Debatte. Auf Einladung von Sabine Christiansen zeigten am Sonntagabend die Herren Westerwelle, Friedmann, Schäuble und Gabriel einen weiteren Akt dieses unerträglichen Schauspiels.

Was wurde den Zuschauern geboten? Der Auftritt eines Kanzlerkandidaten, der nicht in der Lage ist, die Richtlinien der Politik in seiner Partei zu bestimmen sowie eines Michel Friedmann, der sich in der Doppelrolle als Showmaster und stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates der Juden gefiel. Er musste nur seine bekannten Positionen wiederholen und Westerwelle kam ins Schwimmen.

Der Versuch des FDP-Vorsitzenden, sich zu seinem Vize Möllemann zu bekennen, und ihn gleichzeitig zu kritisieren, verglühte unter dem überlegenen Lächeln Friedmanns. Diese Aufführung brachte einzig die Erkenntnis: Mit dieser Besetzung kommen wir nicht weiter.

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