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Kommentar: Neue Wege

Die Chipindustrie steckt mitten in einer ihrer bislang schwersten Krisen. Das zwingt die Unternehmen, die unter Milliardenverlusten ächzen, neue Wege zu beschreiten. So spricht der Münchener Chipkonzern Infineon jetzt mit Toshiba über eine Kooperation bei Speicher-Halbleitern. Sollten Infineon und Toshiba tatsächlich zusammen kommen, hätte dies für die Branche Folgen. Denn die beiden Partner könnten gemeinsam bei Speicherchips zu den unangefochtenen Weltmarktführern Micron (USA) und Samsung (Korea) aufschließen. Fest stehen dürfte aber auch, dass Infineon sich nicht mit der Rolle des Junior-Partners abfinden würde. Denn die Deutschen haben in der Vergangenheit viel investiert und gehören mittlerweile zu den kostengünstigsten Produzenten von Speicherchips. Das stärkt die Position von Infineon-Chef Ulrich Schumacher in den Verhandlungen mit den Japanern. Gleichzeitig leidet die Branche unter Überkapazitäten. Wenn Infineon und Toshiba gemeinsame Sache machen, müssen beide folglich möglicherweise weitere Werke schließen und Mitarbeiter entlassen.

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