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Kommentar: Nichts Neues aus Nürnberg

4 342 400 - die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland hat den höchsten Mai-Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Es wird nicht der letzte Negativ-Rekord bleiben.

Derzeit leidet der Arbeitsmarkt gleichermaßen unter verkrusteten Strukturen und fehlenden konjunkturellen Impulsen. An beiden Fronten ist kaum mit einer schnellen Entlastung zu rechnen. Angesichts der deutschen Wachstumsschwäche kann man aus den Arbeitsmarktproblemen nicht einfach "heraus wachsen". Und Strukturreformen können nicht von heute auf morgen umgesetzt werden.

Wichtiger noch als schnelle Reformen ist die Einsicht in den Ernst der Lage. Hier liegt noch einiges im Argen. In den neuen Ländern streikt die IG Metall unverdrossen für die Einführung der 35-Stunden-Woche - und nimmt den bedrängten Ost-Betriebe die letzten Wettbewerbsvorteile.

So bitter es ist: Bevor es besser werden kann, wird es wohl erst schlechter werden müssen.

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