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Kommentar: Perspektive verloren

Jürgen Möllemann hat es wieder geschafft, sich selbst zu inszenieren: In seinem Dementi des Berichts der Zeitung "Die Welt", in dem er sich mit Parteichef Westerwelle über seinen freiwilligen Rückzug geeinigt haben soll, ging er abermals auf Konfrontationskurs: Am Montag will er auf dem FDP-Sonderparteitag "Klartext sprechen, damit die Partei nicht erneut in die "politische Bedeutungslosigkeit geführt wird".

Das sind harte Worte von jemandem, dessen erneuter Vorstoß gleichsam banal wie unglaublich ist. Seit Monaten hält er die FDP mit seinem überzogenen Verhalten in Atem und hat dabei die Perspektive verloren: Das Etikett der politischen Bedeutungslosigkeit kann sich Möllemann selbst anheften. Denn nichts Wesentliches hat er in den letzten Wochen beigetragen, als viel Wind um seine Person zu machen und seiner Partei zu schaden. Entscheidend mitgewirkt an der Politik für Deutschland hat er nicht. Hoffentlich verweist ihn der Sonderparteitag schnellstmögich auf seinen Platz.

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