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Kommentar: Peru will den Schlussstrich

Das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Peru überrascht: Ausgerechnet Alan Garcia liegt nach dem ersten Wahlgang auf Platz Zwei und wird mit dem schon zuvor als Favorit gehandelten Alejandro Toledo in die Stichwahl gehen. Dabei hat der Sozialdemokrat während seiner ersten Amtszeit von 1985 bis 1990 das Land nachweislich herabgewirtschaftet. Die Peruaner wollten mit ihrem Votum wohl vor allem einen Schlussstrich unter die Ära des autoritären Fujimori ziehen, der das Land in einen Sumpf von Korruption gestürzt hatte.

Der Wirtschaftswissenschaftler Toledo geht mit den besseren Chancen in den zweiten Wahlgang. Als Sohn einer bettelarmen Familie und ehemaliger Schuhputzer genießt er die Sympathien des Volkes. Sollte er gewählt werden, muss er aber erst noch zeigen, ob er sein wichtigstes Wahlversprechen - die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit - tatsächlich einlösen kann.

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