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Kommentar: Prinzip Hoffnung in Japan

Auf Junichiro Koizumi ruhen die Hoffnungen einer ganzen Nation. Der neue Ministerpräsident soll Japan aus der Krise führen. In seiner Antrittsrede vor dem Parlament zeigte er sich dazu fest entschlossen: Nach dem Motto "ohne Strukturreform keine Wirtschaftserholung" wolle er sein Vorhaben ohne Rücksicht auf "heilige Kühe" durchsetzen. Starke Worte, die an den Märkten ihre Wirkung nicht verfehlten: Die seit Koizumis Wahl auf Erholungskurs steuernde Tokioter Börse schloss auf einem neuen Jahreshoch.

Doch bei aller Euphorie gibt es auch Gründe, die Anlass zu Vorsicht geben. Denn Koizumis Partei, die LDP, ist nach wie vor sehr den Traditionen verbunden. Ob er genug politischen Rückhalt hat, seine ehrgeizigen Pläne auch umzusetzen, wird sich erst noch zeigen müssen. Es wäre jedenfalls nicht das erste Mal,dass in Japan Reformbemühungen im Sand verlaufen.

Marc Renner  Quelle: Frank Beer für Handelsblatt
Marc Renner
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