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Kommentar: Saddams letzte Chance

HB DÜSSELDORF. Wenn Saddam kooperiert, dann kann er immer noch einen Krieg vermeiden. So die Botschaft, die der Weltsicherheitsrat jetzt an den Diktator in Bagdad richtet. Die neue Resolution ist zwar nicht so knallhart formuliert, wie Washington zunächst gewünscht hatte, aber die dortigen Hardliner können durchaus zufrieden sein.

Dies umso mehr, als sich auch Russen und Franzosen nicht vollständig durchsetzen konnten. Klar, ob die Resolution nun einen Automatismus enthält, der den Irak bei Nichterfüllungen der gestellten harten Abrüstungsbedingungen sofort zum Ziel eines Angriffs macht, bleibt eine Frage der Interpretation. Aber der Spielraum hierfür ist doch wesentlich enger gehalten, als in allen anderen früher an den Herrscher am Tigris adressierten Warnungen.

Mit der Einräumung von äußerst eng abgesteckten Fristen, mit einem klaren Zeitplan für die Akzeptanz der Auflagen, macht die Weltorganisation dem Regime im Zwei-Strom-Land jedenfalls unmissverständlich deutlich, dass sie Iraks Waffenpotenzial als eine Gefahr für den Weltfrieden betrachtet. Und vor allem: Sie ist bereit, die notwendigen Konsequenzen daraus zu ziehen - auch mit Gewalt.

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