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Kommentar: Scharons Amoklauf

Wie sich das anhört: "Israel verschärft seine Vergeltunsangriffe". Denn es ist nichts anderes, als eine euphemische Neudefinition des Ur-Prinzips vom "Auge um Auge, Zahn um Zahn, Leben um Leben". Die Strategie des israelischen Regierungschefs ist nicht mehr nachvollziehbar - es sei denn, man bringt es auf eine einfache Formel: Scharon geht es um nichts als um die Befriedigung seines Hasses.

Nachdem bisher die anderen Formeln des zivilisierten Zusammen- oder Nebeneinanderlebens versagt haben, versucht es Scharon also mit erbarmungsloser Härte. Doch vergisst er, dass das Verhältnis Israels zu den Palästinensern keine bilaterale Frage der beiden Beteiligten ist. Die Palästina-Frage war schon immer eine internationale; es ist deshalb nur eine Frage der Zeit, wann sich die westliche Staatengemeinschaft gezwungen sieht, wieder initiativ zu werden und Scharons Amoklauf zu beenden.

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