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Kommentar: Schlaues Manöver?

Mobilcom-Großaktionär Gerhard Schmid wolle nicht Kasse machen. Er habe bereits genug Geld gescheffelt. Und er sei eher daran interessiert, die Büdelsdorfer Mobilfunk-Gruppe in das neue UMTS-Zeitalter zu führen, lässt er seinen Pressesprecher verkünden. Doch der Eindruck, dass es schlicht um Bares geht, ist nur schwer wegzuwischen. Denn in Börsenkreisen wird vermutet, dass hinter dem geschickt in die Öffentlichkeit lancierten Einstieg des aggressiven US-Investors Wyser-Pratte und eines weiteren, nicht genannten Investors der Werbeprofi Schmid steckt. Es ist durchaus denkbar, dass der ehemalige Sixt-Manager auf diese Weise dem arg gebeutelten Kurs neuen Auftrieb verleihen will.

Damit, so das vermutliche Kalkül, könnte er im Fall eines Übernahmeangebots durch den Großaktionärs France Telecom einen deutlich höheren Preis herauszuschlagen. Doch das Manöver ist nicht frei von Risiko - der Schuss könnte nach hinten los gehen. Denn die Franzosen werden sich kaum erpressen lassen. Sie werden den Preis für Schmids Paket von 42 Prozent der Mobilcom-Aktien vor allem davon abhängig machen, ob die neue Handy-Technologie UMTS ein Renner oder ein Flop wird.

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