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Kommentar: Schröders neue Außenpolitik

Bundeskanzler Gerhard Schröder hat als Konsequenz aus dem Streit um den Irak-Krieg eine politische und militärische Stärkung Europas als Gegengewicht zu den USA gefordert. Damit ist der Paradigmenwechsel in der deutschen Außenpolitik endgültig vollzogen.

Diejenigen, die gehofft hatten, nach Kriegsende werden sich die transatlantischen Beziehungen wieder einrenken, wurden heute eines Besseren belehrt. Derzeit findet eine gewaltige Kontinentalverschiebung auf der politischen Weltkarte statt.

Das Risiko für Deutschland besteht darin, am Ende mit Frankreich isoliert da zu stehen. Die Einigung der Europäer muss also gelingen, schon allein, um die USA von weiteren Alleingängen abzuhalten. Noch ist die neue politische Landkarte nicht in Stein gemeißelt, und die USA signalisieren mit dem Besuch von Außenminister Powell in Brüssel Gesprächsbereitschaft. Schröder darf jetzt nicht den Fehler der USA nachmachen, in dem er sich gegen Diplomatie und für Konfrontation entscheidet.

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