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Kommentar: Schwarzes Jahr

Nein, nicht die Rezession ließ 2001 zum schwarzen Jahr für den Festnetz-Anbieter Arcor werden. Der leidet wie kein anderes Unternehmen darunter, dass der Regulierer das Recht auf Zugang zu den Telekom-Ortsnetzen nicht durchgesetzt hat.

Die Verzögerungstaktik der Telekom trifft eine Arcor hart, die schnell zum Komplettanbieter werden wollte. Ihre Probleme sind zudem ein Rückschlag für den Wettbewerb, weil nur sie auch Privatkunden im Ortsnetz bedienen will. Als genügten diese Schwierigkeiten nicht, muss sich Arcor auch noch mit zwei gleichgültigen Aktionären, Vodafone und der Bahn herumschlagen.

Der Mobilfunker Vodafone schaut nur auf die Kosten: Das Festnetzgeschäft interessiert ihn nicht, und bis zur Abspaltung durch einen Börsengang oder Verkauf soll es möglichst wenig stören. Die Bahn hat es durch langes Lavieren geschafft, dass sich Arcor fast nur noch mit sich selbst beschäftigen muss. Ob unter diesen Bedingungen nach dem Stellenabbau bessere Zeiten für Arcor anbrechen, bleibt fraglich.

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