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Kommentar: Spätere Heirat möglich

HB DÜSSELDORF.Zwar betonte der Chef der Münchener Rück, Hans-Jürgen Schinzler, auch gestern wieder, eine volle Übernahme der Hypo-Vereinsbank (HVB) stehe derzeit nicht zur Debatte. Aber schon seit Monaten tauchen immer wieder entsprechende Gerüchte an den Börsen auf und bringen den Kurs der HVB-Aktie in Bewegung.

Das Kalkül der Börsianer: Die Bankaktie liegt derzeit am Boden, einen günstigeren Zeitpunkt zum Kauf weiterer Anteile dürfte es für die Rück kaum geben. Selbst HVB-Chef Albrecht Schmidt hat schon davor gewarnt, der Konzern könnte zu einem Übernahmekandidaten werden. Dabei dürfte das weitere Vorgehen der Münchener Rück gar nicht so sehr vom Fortgang der Allfinanz-Partnerschaft abhängen.

Vielmehr ist entscheidend, wie sich die HVB als Ganzes schlägt. Sollte Schmidt bei den angepeilten Ertragsverbesserungen nicht voran kommen, könnte sich die Münchener Rück zum Eingreifen gezwungen sehen. Auch die Allianz entschloss sich erst zur Übernahme der Dresdner Bank, als diese strategisch in eine Sackgasse geraten war. Der ehrgeizige Schmidt wird sicher alles tun, um das zu verhindern. Aber eine spätere Heirat ist nicht ausgeschlossen.

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