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Kommentar: Sparen als Chance

Nun rollt der Ball wieder - doch zum Start der 40. Jubiläumssaison der Fußball-Bundesliga will sich die rechte Euphorie nicht einstellen. Die Ware Fußball hat nach dem Kollaps des Kirch-Imperiums und dem Einbruch der Werbemärkte an Wert verloren. Die Vereine müssen jetzt ebenso sparen wie die TV-Sender. Doch in der Sparsamkeit liegt auch eine Chance.

Wenn die kleineren Bundesliga-Klubs weniger Geld für ausländische Spieler haben, öffnen sich für den einheimischen Nachwuchs Türen, die jahrelang verschlossen waren. Schließlich muss man sich über einen Mangel an jungen Talenten mit Spielpraxis nicht wundern, wenn selbst Provinzklubs eine Elf aus zehn Nationen aufs Feld schicken. Für die WM 2006 im eigenen Land könnte sich die neue Sparsamkeit der Vereine also als Segen herausstellen. Eine Nationalmannschaft aus elf Stammspielern - das wäre doch mal was.

Dirk Hinrich Heilmann
Dirk Heilmann
Handelsblatt / Chefökonom
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