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Kommentar: Spione kalt erwischt

Bei den Amerikanern funktioniert zurzeit weder die Spionageabwehr noch die eingene Auslandsaufklärung. Erst im Februar wurde ein FBI-Agent enttarnt, der 15 Jahre lang ungehindert Russland über alle Aktionen des US-Geheimdienstes informieren konnte.

Und nun steht ein US-Aufklärungsflugzeug auf einer Insel und wird von den Chinesen in aller Ruhe zerlegt - sie wären dumm, wenn sie es nicht täten. Die Amerikaner dagegen regen sich zu unrecht auf. Wer spioniert und sich dabei auch noch erwischen läßt, der sollte anschließend nicht so tun, als sei er das Opfer.

Für uns Nicht-Spione hört sich das Ganze an, wie eine Geschichte aus dem Kalten Krieg. Und genau das sollte die Öffentlichkeit alarmieren. Die Weltmächte lernen nichts dazu. Sie haben in den Jahren nach dem Kalten Krieg noch kein anderes Verhaltensmuster entwicklet, als mit dem Säbel zu rasseln, wenn es wieder mal einen Spion kalt erwischt hat.

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