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Kommentar: Struck geht in die Offensive

Kaum vereidigt, schon geht Peter Struck in seinen ersten Kampfeinsatz. Seine Mission: Kameradschaft zeigen. Die Gefahr bei diesem Antrittsbesuch auf ausländischem Boden: Die Soldaten werden als Statisten für den Wahlkampf missbraucht.

Immer wenn Politiker die "Truppe" besuchen, findet eine eigentümliche Verbrüderung in Geist und Haltung statt. Es werden Uniformteile getragen, der militärische Gruß geübt und zackige Reden gehalten. Die Soldaten stehen brav im "Stillgestanden" und wundern sich. Gute Bilder für die Heimatfront gibt es allemal: Herr Minister isst gerne mal aus dem Kochgeschirr.

Die militärische Führung im Einsatzland ist meistens heilfroh, wenn der Zivilist ohne Pannen das Feldlager wieder verlassen hat. Doch gerade Afghanistan eignet sich nicht für das übliche Ritual "Truppenbesuch", das sollte der neue Verteidigungsminister beachten. Mit einer "Hoppla-jetzt-komm?-ich"-Mentalität ist es nicht getan. Sonst wird sein Einsatz schnell zum Rohrkrepierer.

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