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Kommentar: Viele Gewinner

Für die Telekom-Konkurrenten ist die Entscheidung der Regulierungsbehörde ein wichtiger Etappensieg. Aber auch die Telekom-Tochter T-Online könnte profitieren, hatte sie doch schwache Zahlen auch auf das eigene kostspielige Flatrate-Experiment zurückgeführt. Die Großhandelsflatrate könnte das ändern. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde ist ein klarer Handlungsauftrag an die Telekom: Bis Februar muss sie ein Angebot für ein Pauschalentgelt vorlegen.

Möglicherweise werden die deutschen Internetnutzer indes schon früher von billigeren Internetzugangstarifen profitieren können. Denn anders als in den vergangenen Monaten haben die Provider jetzt eine Perspektive. Für viele kommt die Entscheidung der Behörde allerdings zu spät. In den vergangenen Monaten hat ein Flatrate-Anbieter nach dem anderen die Segel gestrichen. AOL, das in Deutschland kein eigenes Netz unterhält, hat Grund zur Freude. Großen Schaden hat das Flatrate-Engagement, das sich vor allem in Lobby-Arbeit zeigte, nicht angerichtet. Weil die reinen Flatrate-Anbieter aus dem Rennen sind, bleibt der weltweit größte Onlinedienst als strahlender Sieger zurück.

Freuen können sich aber auch die Verbraucher. Das Internet wird billiger, und das kommt auch dem jungen Internetgeschäft zu Gute, das in der Vergangenheit nach der Glorifizierung häufig zu Unrecht in Bausch und Bogen verdammt wurde. Große Freude bereitet die Entscheidung der Regulierungsbehörde übrigens auch in den Onlineredaktionen in Deutschland.

Natürlich hat die Telekom Recht, wenn sie darauf verweist, im Breitband liege die Zukunft. Doch bis die Infrastruktur dafür steht, kann noch viel Zeit vergehen. Deutschland braucht den unkomplizierten Zugang zum Web aber schon heute. Die Entscheidung der Regulierungsbehörde ist der richtige Schritt.

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