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Kommentar: Wie die Mutter so die Tochter

Das große T bringt an der Börse kein Glück: Die T-Aktie markiert einen neuen Tiefstand nach dem anderen. Der Chart der T-Online-Aktie sieht aus wie aus dem Lehrbuch: Ein mustergültiger Abwärtstrend. Jetzt hat die Konzernspitze der Deutschen Telekom offenbar die Notbremse gezogen und den Chef der Online-Tochter entlassen.

Die Erwartung, das Online-Anhängsel der Telekom zum internationalen Player auszubauen, wurden von Wolfgang Keuntje nicht erfüllt. Jetzt muss er den Kopf hinhalten. Und das, obwohl auch Ron Sommer sich von den Investoren ständig den Vorwurf anhören muss, es mangele am großen internationalen Wurf.

Auffällig ist, dass diese Kommando-Aktion kurz vor der Veröffentlichung der Halbjahreszahlen am nächsten Donnerstag geschah. Wird hier schon jemand für Zahlen zur Verantwortung gezogen, die noch gar nicht veröffentlicht sind? Die Analysten, die Keuntje gut kannten, waren heute jedenfalls baff, als sie die Nachricht erfuhren. Einige Banken hatten die Aktie noch in der letzten Woche zum Kauf empfohlen.

Plötzlich ist alles anders. Der Markt erwartet nun schlechte Zahlen am Donnerstag. Die plötzliche Trendwende des Kurses am Freitag zeigt, wohin die Reise kurzfristig gehen könnte. Und die Anleger schauen zum zweiten Mal in die rosa Röhre, ihr Fazit lautet: Wie die Mutter, so die Tochter!

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