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Kommentar: willkommene Trockenzeit

Das Kaufinteresse für Aktien nimmt angesichts der knapp 18 Monate währenden Talfahrt immer weiter ab. Wer noch auf (verlustreichen) Risikopapieren sitzt, hält sie standhaft und wartet auf bessere Zeiten. So erklären sich die derzeit geringen Kursschwankungen und Umsätze an den Börsen. Dabei sagen die Zahlen nur die halbe Wahrheit. Denn wenn die Aktienkurse um 50 oder 90 Prozent fallen, dann sacken die ohnehin niedrigen Volumina noch dramatischer ab, vorausgesetzt man misst die Umsätze in Dollar oder Euro und nicht in Stück. Am Neuen Markt liegen die Euro-Umsätze beispielsweise nur noch bei einem Prozent der im März 2000 erzielten Werte. Der Käufer- und Verkäuferstreik an der Börse beweist mehr als schwindendes Interesse am Aktienmarkt. Tatsache ist, dass sich die Kurse nach einer langen Talfahrt nie so schnell erholten, wie sie zuvor eingebrochen waren. Stets gingen dem Aufschwung Monate oder gar Jahre der Bodenbildung voraus. Und diese Phase wird von abnehmenden Kursschwankungen und Umsätzen geprägt. Deshalb kommt die Tristesse an der Börse im Moment ganz gelegen. Sie könnte das Ende des Abschwungs einläuten. som

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