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Kommentar: Zyklische Analysten

Infineon warnt vor Verlusten, und die europäischen Börsen brechen ein. Rasch geht die Angst vor einer Talfahrt und neuen Tiefstständen um. Doch die alte US-Börse stürzt nicht ab und erweist sich als Retter - vielleicht auch als weitsichtiger. Denn so überraschend war es doch nicht, dass nach den vielen Gewinnwarnungen in der Halbleiterindustrie auch der deutsche Chipgigant seine Anleger mit schlechten Zahlen und Prognosen enttäuscht.

Eine große Schar von Investmenthäusern ist dennoch überrascht. Sie stuft Infineon und seine Wettbewerber herab und empfiehlt jetzt, die Aktien zu verkaufen - nach dem Kurssturz Infineons. Die Kunst liegt aber weniger darin, Verluste als schlechte Zahlen zu identifizieren, sondern mehr in dem Versuch einer Prognose, wann die Talfahrt in der zyklischen Chipindustrie beendet ist und der Aufschwung von Neuem beginnt. Darin sollten sich gute Analysten üben.

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