Kommerzielle Dienste erst im zweiten Halbjahr: Vodafone startet UMTS deutlich später

Kommerzielle Dienste erst im zweiten Halbjahr
Vodafone startet UMTS deutlich später

Der zweitgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland, Vodafone D2, wird mit der Vermarktung seines UMTS-Mobilfunkdienstes deutlicher später starten als bisher geplant.

Reuters HANNOVER. Statt dem bis noch bis vor wenigen Wochen genannten Starttermin bis Ende dieses Frühjahrs soll der kommerzielle Start nun erst in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, teilte die deutsche Tochter des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone am Dienstag vor Beginn der weltgrößten Computer- und Technologiemesse CeBIT in Hannover mit. "Wir werden im Frühjahr ausgewählten Geschäftskunden UMTS-Dienste anbieten", sagte der Vorsitzende der Geschäftsführung von Vodafone D2, Jürgen von Kuczkowski. "Im zweiten Halbjahr werden wir dann dem Endkunden die UMTS-Dienste anbieten." Voraussetzung für den kommerziellen Start sei jedoch, dass genügend Endgeräte in guter Qualität zur Verfügung ständen.

Noch Ende Januar hatte der Vodafone-D2-Chef seine Absicht bekräftigt, im Frühjahr ohne Einschränkung mit der Vermarktung von UMTS-Diensten zu beginnen. "Das Frühjahr endet am 21. Juni", hatte von Kuczkowski unter Verweis auf den UMTS-Start gesagt. Vodafone-Chef Chris Gent hatte jedoch am Wochenende in einem Interview anhaltende Probleme mit der UMTS-Übertragungstechnik eingeräumt. "Deshalb richten wir uns in acht europäischen Ländern auf einen Start im Herbst ein", hatte Gent gesagt. Branchenweit gibt es noch Probleme mit Mobilfunkverbindungen, wenn zwischen dem derzeitigen GSM-Mobilfunknetz und einem UMTS-Netz gewechselt wird.

Der größte Konkurrent von Vodafone D2, T-Mobile, will im dritten Quartal 2002 in 200 deutschen Städten seine UMTS-Dienste anbieten. T-Mobile will zudem seine Kunden durch Preissenkungen um bis zu 70 Prozent zur vermehrten Nutzung von Mobilfunk-Datendiensten wie etwa das Surfen im Internet oder der Versand von Bildmitteilungen bewegen.

Auf diese Preissenkungen will Vodafone D2 nach Worten von Kuczkowski reagieren. "Die Tarife für Datendienste werden sich deutlich nach unten entwickeln, da wir den Massenmarkt erreichen wollen", sagte der Vodafone-D2-Manager. Über die von seinem Unternehmen geplanten Preissenkungen sei jedoch noch nicht entgültig entschieden, sagte von Kuczkowski. Im Gegensatz dazu seien bei Mobilfunkgesprächen keine Preissenkungen geplant. "Es wird keine Preissenkungen für Sprachdienste geben", sagte der Vodafone-D2-Chef und verwies auf hohe Investitionen für die UMTS-Technik.

Die Mobilfunknetzbetreiber wollen die Umsätze mit Datendiensten in den kommenden Jahren kräftig steigern. Derzeit macht die Sprachtelefonie jedoch noch zwischen 80 bis 90 Prozent der Umsätze im Mobilfunk aus.

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