Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich
Verzahnung von Internet und Fernsehen verstärkt beobachten

dpa POTSDAM. Die zunehmende Verzahnung von Internet-Anbietern und Programmanveranstaltern sollte nach Ansicht des Medienwächters Prof. Ernst-Joachim Mestmäcker verstärkt unter die Lupe genommen werden. Wie die Fusion des Internet-Providers AOL mit dem US- Mediengiganten Time Warner zeige, werde das bisher stark dezentrale Internet als elektronisches Medium dem Fernsehen immer ähnlicher, sagte Mestmäcker, Vorsitzender der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK).

"Das Internet entwickelt sich zu einem parallen Vertriebsweg für Programmanbieter", sagte Mestmäcker. Bisher gebe es im Internet eine "erfreuliche Vielfalt". Im Netz entwickele sich aber eine Struktur, die den traditionellen Medien immer ähnlicher werde.

Mestmäcker betonte, die von den Landesmedienanstalten getragene KEK bleibe weiterhin für die Fusionskontrolle elektronischer Medien zuständig. Dies habe auch ein Gespräch mit den Vertretern europäischer Kartellbehörden ergeben. Das Bundeskartellamt und die EU seien für die wettbewerbsrechtlichen Fusionskontrolle zuständig. Fragen beispielsweise zu Meinungsmacht oder Zulassungen von Programmanbietern gehörten aber in die Zuständigkeit der Länder. In den letzten Monaten waren in einigen Bundesländern Stimmen laut geworden, die eine Auflösung der in Potsdam ansässigen KEK gefordert hatten.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%