Kommissionsgeschäfte
Keine Gebühren bei erfolgloser Aktienorder

ap DÜSSELDORF. Ein Auftrag zum Aktienkauf verläuft nicht immer erfolgreich. "Viele, die bereits ein Depot eröffnet und Geld eingezahlt haben, erfahren Wochen später, dass sie bei der Zuteilung leer ausgegangen sind", erläutert die Verbraucher-Zentrale Nordrhein-Westfalen. Für ihre erfolglosen Dienste kassierten Banken und Sparkassen dennoch oft bis zu 30 DM.

"So spült beispielsweise eine siebenfach überzeichnete Aktie ein vielfaches mehr an Zeichnungsgebühren ein als die zumeist einprozentige Provision für den tatsächlich erfolgreichen Aktienkauf einbringt", wissen die Verbraucherschützer.

Da der Kauf von Börsenpapieren zu den so genannten Kommissionsgeschäften zähle, schuldet die Bank bei Auftragsannahme zwar keinen Erfolg, doch könne sie bei fehlgeschlagenen Bemühungen den Kunden auch nicht zur Kasse bitten. "Gebühren für die Zeichnung oder für die Auftragslöschung verstoßen gegen das Gesetz", betont die Verbraucher-Zentrale, die mittlerweile sechs Banken und Sparkassen abgemahnt hat. Gerichtsentscheidungen stehen zur Zeit noch aus.

Wer bereits Gebühren gezahlt hat, sollte sie den Verbraucherschützern zufolge zurückfordern. Ein Musterbrief kann unter der Faxnummer 01905-100 10 10 14 (1,21 / pro Minute) abgerufen werden.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%